Grundlagen der Psychotraumatologie und Traumatherapie – Einführungskurs

Termin: 16.05.2020 - 17.05.2020
Seminar-Nr.: 129
Zeiten: Sa 09.30 – 17.30 Uhr,
So 09.30 – 17.30 Uhr
Ort: Hamburg, imPuls Stellwerk
Norderreihe 63
22767 Hamburg
Fachbereiche: Psychiatrie

Kursleitung

Angelika Batzakidis
Therapeutin für Traumatologie und Traumatherapie (zpTn / v. DeGPT anerk.), EMDR Therapeutin (VDH und DGMT anerk.), analytische Kunsttherapeutin (DFKGT) / Dipl. Künstlerin, Mitglied im Verband des DFKGT, Heilpraktikerin für Psychotherapie, tätig in eigener Praxis seit 2012, tätig in einer Gemeinschaftspraxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie seit 2012, Fachreferentin für Traumatologie, Traumaberatung & Traumapädagogik

Zielgruppe:

Ergotherapeut*innen und andere Interessierte aus psychosozialen Berufsfeldern


Seminarbeschreibung:

Das Weiterbildungsangebot richtet sich an Ergotherapeut*innen und andere Interessierte aus psychosozialen Berufsfeldern, die sich für ihre berufliche Praxis weiter fortbilden möchten. Sie erlernen fundierte fachliche und methodische Grundkenntnisse in der Arbeit mit traumatisierten Menschen sowie die Vermittlung handlungsorientierter und themenspezifischer Interventionsmöglichkeiten.

Neue Erkenntnisse in der Hirnforschung und der Psychotraumatologie zeigen, dass viele Störungen einen traumatischen Hintergrund haben. Die erworbenen Kenntnisse befähigen sie, nach Abschluss der Weiterbildung Sicherheit in der Arbeit mit traumatisierten Patient*innen zu erhalten.

Die Übertragung der Inhalte auf die Berufspraxis ermöglicht ein individuelles Handlungskonzept, in dem die besonderen Bedürfnisse von traumatisierten Menschen im Rahmen der therapeutischen Arbeit Berücksichtigung finden und interdisziplinäre Kooperation mit anderen Gesundheitsberufen unterstützt werden.


Modul 1: Einführung in die Psychotraumatologie und Traumatherapie

  • Definition des Begriffs „Trauma“
  • Neurophysiologie von Stress- und Traumaverarbeitung
  • Neuroplastizität
  • Traumadefinition und Typologie von Traumatisierungen (ICD 10)
  • PTBS Symptomatik
  • Symptomüberschneidungen und Komorbiditäten
  • Einfluss von Bindungsfähigkeit und Bindungstraumata
  • Erste Hilfe bei Akuttraumatisierungen
  • Notfall- und Krisenintervention
  • Psychoedukation


Modul 2
: Grundlagen der Traumatherapie

  • Planung der Behandlung
    Einführung in das 4-Phasenmodell
  • Bedeutung der Stabilisierungsphase
  • Kennlernen von Ressourcen- und Stabilisierungstechniken
  • Distanzierung von belastenden Erlebnissen
  • Imaginations- und Atemübungen
  • Einsatz von kreativen Techniken
  • Innere Kindarbeit


Modul 3: Selbstfürsorge und Psychohygiene

  • Selbsterfahrung
  • Psychische Belastungen durch die Arbeit mit traumatisierten Menschen
  • Berufsrisiken Burnout und Sekundäre Traumatisierung
  • Traumaspezifische Übertragungs- und Gegenübertragungsmuster
  • Entlastungsstrategien und Abgrenzungstechniken zur Prophylaxe!


Zielsetzung und Lernansatz

In dieser Fortbildung erhalten die Teilnehmer*innen gebündelt theoretische Grundlagen der Psychotraumatologie und praktische Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit traumatisierten Menschen.

Die theoretisch vermittelten Grundkenntnisse werden durch beispielhafte Fälle aus der beruflichen Praxis begleitet. 

Im Seminar wird in einem Wechsel von theoretischen Impulsen, Praxisreflexion, Selbsterfahrung, Präsentationen zur Theorievermittlung, Kleingruppen und Einzelreflexion gearbeitet.


UE/FP: 16


Investition: 330 €







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