Grundlagen der Psychotraumatologie und Traumatherapie – Aufbaukurs

Termin: 30.01.2021 - 31.01.2021
Seminar-Nr.: 128/21
Zeiten: Sa 10.00 – 17.00 Uhr,
So 10.00 – 16.00 Uhr
Ort: Hamburg, imPuls Stellwerk
Norderreihe 63
22767 Hamburg
Fachbereiche: Neurologie/Geriatrie, Pädiatrie, Psychiatrie, Fachübergreifend

Kursleitung

Angelika Batzakidis
Therapeutin für Traumatologie und Traumatherapie (zpTn / v. DeGPT anerk.), EMDR Therapeutin (VDH und DGMT anerk.), analytische Kunsttherapeutin (DFKGT) / Dipl. Künstlerin, Mitglied im Verband des DFKGT, Heilpraktikerin für Psychotherapie, tätig in eigener Praxis seit 2012, tätig in einer Gemeinschaftspraxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie seit 2012, Fachreferentin für Traumatologie, Traumaberatung & Traumapädagogik

Zielgruppe:

Ergotherapeut*innen, alle Interessierten die in der Psychiatrie arbeiten

Seminarbeschreibung:

Das Weiterbildungsangebot richtet sich an Ergotherapeut*innen und andere Interessierte aus psychosozialen Berufsfeldern, die sich für ihre berufliche Praxis weiter fortbilden möchten. Die bereits erworbenen fachlichen und methodischen Grundkenntnisse (s. Einführungskurs) in der Arbeit mit traumatisierten Menschen sowie die Vermittlung handlungsorientierter und themenspezifischer Interventionsmöglichkeiten werden ergänzt durch umfassendere Informationen zu komplexen Traumata, Entwicklungstraumata und Einfluss von Bindungsstörungen in der Kindheit und deren Einfluss auf die kognitive Entwicklung. Die erworbenen Kenntnisse befähigen Sie nach Abschluss der Weiterbildung Sicherheit in der Arbeit mit traumatisierten Patienten*innen zu erhalten. Die Übertragung der Inhalte auf die Berufspraxis ermöglicht ein individuelles Handlungskonzept, in dem die besonderen Bedürfnisse von traumatisierten Menschen im Rahmen der therapeutischen Arbeit Berücksichtigung finden und interdisziplinäre Kooperation mit anderen Gesundheitsberufen unterstützt.


Modul 1
: Vertiefung "Grundlagen der Psychotraumatologie und Traumatherapie"

  • Vertiefung: Neurophysiologie von Stress- und Traumaverarbeitung
  • Neuroplastizität
  • Bindung und Trauma in Theorie und Praxis, Bindungstraumata
  • Traumadefinition und Typologie von Traumatisierungen (ICD 10)
  • Symptomatik bei Dissoziation und komplexen Traumatisierungen
  • Komplexe Traumastörungen, sequentielle Traumatisierungen
  • Strukturelle Störungen der Persönlichkeit
  • Traumaspezifische Kriseninterventionen bei dissoziativen Zuständen, selbstschädigendem und   suizidalem Verhalten


Modul 2
: Vertiefung der Traumatherapie

  • Behandlungsablauf und ihre Grenzen
  • Unterschiede der Traumaarbeit in Psychotherapie, Beratung und Ergotherapie
  • Ziele der Stabilisierung und der Ressourcenübungen
  • Vertiefung von Ressourcen- und Stabilisierungstechniken
  • Bedürfnispyramide
  • Innere Kindarbeit
  • Aspekte der Ego-State-Therapie
  • Innere Anteile: Kinder, Täter, Helfer & Co
  • Juristische Aspekte

 

Modul 3: Selbstfürsorge und Psychohygiene

  • Berufsrisiken, Burnout und Sekundäre Traumatisierung
  • Traumaspezifische Übertragungs- und Gegenübertragungsmuster


Zielsetzung und Lernansatz

In der Fortbildung erhalten die Teilnehmer*innen gebündelt theoretische Grundlagen der Psychotraumatologie und praktische Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit traumatisierten Menschen. Die theoretischen Grundkenntnisse werden durch beispielhafte Fälle aus der beruflichen Praxis begleitet.

Im Seminar wird in einem Wechsel von theoretischen Impulsen, Praxisreflexion, Selbsterfahrung, Präsentationen zur Theorievermittlung, Kleingruppen und Einzelreflexion gearbeitet.


UE/FP: 13


Investition: 330 €






Tags: PTBS, Selbstfürsorge, Bindungstrauma, Neurophysiologie, Psychiatrie, Posttraumatische Belastungsstörung, Innere Kindarbeit, Egostate-Therapie, Selbstschädigung, Suizidalität


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