Spiegeltherapie - ein neuer Weg in der Neurorehabilitation

Ort: Hamburg, imPuls Stellwerk
Norderreihe 63
22767 Hamburg
Fachbereiche: Neurologie/Geriatrie

Kursleitung

Andreas Rothgangel
M.Sc. (Public Health), Physiotherapeut seit 2002, Dozent an der Zuyd University of Applied Sciences, Heerlen/NL.

Zielgruppe:

Physio- und ErgotherapeutInnen, Ärztin/Arzt , Neuropsychologe/in

Seminarbeschreibung:

Spiegeltherapie

ist eine relativ einfach anwendbare Therapiemethode, bei der Patienten

vor einem parallel zu ihrer Körpermitte angeordneten Spiegel sitzen, der

den direkten Blick auf die betroffene Extremität verhindert. Beim Blick

in den Spiegel entsteht für Patienten der Eindruck von zwei intakten

Extremitäten. Diese visuelle Täuschung wird therapeutisch eingesetzt, um

positive Effekte auf die Motorik, Wahrnehmung oder Schmerzen der

Betroffenen zu bewirken. Die Spiegeltherapie wird bei verschiedenen

Krankheitsbildern eingesetzt. Hierzu gehören der Schlaganfall,

Phantomschmerzen nach Amputationen, das komplexe regionale

Schmerzsyndrom und andere chronische Schmerzsyndrome. Neueste

wissenschaftliche Erkenntnisse werden innerhalb des Seminars ebenso

besprochen, wie die praktische Umsetzung der Therapie. Zusätzlich wird

eine innovative Erweiterung der klassischen Spiegeltherapie in Form

einer 'Tele-Spiegeltherapie' vorgestellt, über die das Eigentraining der

Patienten besser gesteuert werden kann.
Nach Abschluss der

Weiterbildung können die Teilnehmer auf Wunsch in das

Spiegeltherapie-Register

(http://www.spiegeltherapie.com/Therapeuten.html) aufgenommen werden. (UE/FP: 8)

Ziele des Kurses:

  • Der Kursteilnehmer ist in der Lage den theoretisch-wissenschaftlichen Hintergrund der Spiegeltherapie zu beschreiben und kennt die verschiedenen Konzepte die der Therapie zu Grunde liegen.
  • Der Kursteilnehmer kann die Spiegeltherapie selbstständig bei verschiedenen Symptomen nach einem Schlaganfall anwenden.
  • Der Kursteilnehmer kennt ebenfalls die Anwendungsmöglichkeiten bei Phantomschmerz- und CRPS-Patienten und kann den theoretischen Hintergrund erklären.
  • Der Kursteilnehmer kennt geeignete Assessments/Testverfahren, um die Therapieeffekte systematisch zu evaluieren.


Seminarinhalte:

A. Der theoretisch-wissenschaftliche Hintergrund der Spiegeltherapie:

  • Was ist das Spiegelneuronensystem und welche Bedeutung hat es für die Spiegeltherapie?
  • Was verbirgt sich hinter der Theorie des learned non-use Phänomens und wie wirkt Spiegeltherapie hierauf?
  • Welche Rolle spielen neuroplastische Veränderungen des Körperschemas innerhalb der Ätiologie chronischer Schmerzen und welche Bedeutung hat dies für die Spiegeltherapie?
  • Evidenz der Spiegeltherapie: Wie gut sind die klinischen Effekte der Spiegeltherapie wissenschaftlich belegt.

B. Die praktische Anwendung der Therapie nach einem Schlaganfall

  • Praktische Umsetzung der Therapie bei verschiedenen Symptomen nach einem Schlaganfall (obere und untere Extremität)
  • Die Therapiemöglichkeiten bei Neglekt-Patienten und zentralen Schmerzen nach einem Schlaganfall.
  • Anleitung und Evaluation eines Heimprogramms mit Spiegeltherapie.

C. Die praktische Anwendung der Therapie bei verschiedenen Schmerzsyndromen

  • Klinische Anwendungsrichtlinien in der Behandlung von Phantomempfindungen (Missempfindungen, Schmerz) nach Amputationen der oberen und unteren Extremität
  • Die Anwendung beim komplexen regionalen Schmerzsyndrom (CRPS) und anderen chronischen Schmerzsyndromen
  • Konzept einer neuartigen, innovativen 'Tele-Spiegeltherapie' zur Unterstützung des Eigentrainings der Patienten

D. Geeignete Testverfahren zur Evaluation der Therapie

  • Methoden/Arbeitsweisen sind: Powerpoint-Präsentationen, Fallbeispiele, Eigenständiges Arbeiten mit dem Spiegel, Gruppendiskussion


 

Investition: 180€

 

 







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