Hirnleistungstraining, Diagnostik und alltagsbezogene Therapie bei Demenz und neuropsychologischen Störungen

Termin: 06.10.2018 - 07.10.2018
Seminar-Nr.: 84
Zeiten: Samstag: 9:00 - 17:00 Uhr, Sonntag: 9:00 - 17:00 Uhr
Ort: Hamburg, imPuls Stellwerk
Norderreihe 63
22767 Hamburg
Fachbereiche: Neurologie/Geriatrie

Kursleitung

Dr. Thomas Winter
MBA, Facharzt für Neurologie

(Hirnleistungs-Fortbildung)


Zielgruppe:


Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Gesundheits- und Krankenpfleger, Altenpfleger, Logopäden, Schüler (der aufgeführten Berufsgruppen) ab 3. Ausbildungsjahr

Seminarbeschreibung:

Sie lernen alltagserprobte Maßnahmen kennen, um die Gedächtnisfähigkeit von Patienten mit Demenz zu verbessern und die Angehörigen zu entlasten.

  • Neuropsychologie als Wissenschaft und Grundlage für klinische Behandlung

  • Modelle der funktionellen Neuroanatomie und Physiologie

   neuropsychologischer Hirnfunktionen (Wahrnehmung, Aufmerksamkeit,
   Gedächtnis, visuell räumliche Funktionen, Bewegungsplanung und
   -ausführung, komplexes planendes Handeln)

  • Vertiefte Einarbeitung in die Erstellung hypothesengeleiteter Diagnosepfade

   mit computergestützten Verfahren, Papier-und-Bleistift-Methoden und
   strukturierten Interviews mit Erarbeitung an detaillierten Falldemonstrationen

  • Schulung der Testauswertung einschließlich kritischer Bewertung und Grenzen

   der einzelnen VerfahrenPraxisrelevante Kombination mehrerer
   Verfahren

  • Typische klinische Befunde (Neglect, Gedächtnisdefizite, Desorientiertheit,

   Agitiertheit, Delir, Apraxie, Aphasie, räumlich-konstruktive Funktionsstörungen,
   Aufmerksamkeitsstörungen u. a.) im Zusammenhang mit typischen
   Krankheitsbildern (Schlaganfall, Schädelhirntrauma, Parkinson-Syndrome,
   demenzielle Syndrome u. a.)

  • Ausführliche Herleitung des Behandlungsplans aus den Ergebnissen der

   Testdiagnostik, Verhaltensbeobachtung und Anamnese

  • Intensive Erarbeitung der Verknüpfung von Behandlungsverfahren auf den

   Ebenen Körperfunktion/-struktur, Aktivität, Teilhabe unter Einbeziehung von
   Angehörigen und Berücksichtigung des alltäglichen Lebensumfeldes

  • Alltagsrelevanz der Befunde auf den Ebenen der ICF nach dem

   Gesundheitsmodell der WHO, Befunddokumentation im Behandlungsverlauf
   und kritische Würdigung der Therapieanpassung auch bei progredienten
   Erkrankungen

  • Vertiefte Darstellung einzelner therapeutischer Verfahren mit Schulung der

   Therapiemodule bei PC-gestützten Verfahren und detaillierte
   Falldarstellungen

  • Relevanz des Defizitbewusstseins und der Krankheitseinsicht (Anosognosie

   als Befund)

  • Würdigung von Verhaltensauffälligkeiten, Wesensänderung und

   eingeschränkter Kooperation sowie Darstellung von
   Interventionsmöglichkeiten und praktischen Vorgehensweisen

  • Hypothesengeleitete Therapieplanung und Festlegung der Behandlungsziele

   nach Befunden und Alltagsrelevanz der krankheitsbedingten Einschränkungen

  • Evidenzlage symptomorientierte Therapie

  • Prognostische Erwägungen und vorausschauende Beratung

  • Psychosoziale Aspekte und Beratung von Betroffenen und Angehörigen

  • Ausgleichsstrategien und Hilfsmittelversorgung Bedeutung medikamentöser

   Behandlung (UE/FP: 16)


Investition: 300 €




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