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Yoga in der Therapie mit Britta Ackermann

28. Mai 2024 | Allgemein, Erfahrungsberichte, Seminare

In vielen Studien wurde bereits bestätigt, dass sich eine regelmäßige Yoga-Praxis positiv auf die physische und psychische Gesundheit auswirkt. Die Integration von Yoga in die Therapie ist daher eine wichtige Komponente bei der Behandlung von psychisch Erkrankten. In diesem Blogartikel beschäftigen wir uns mit der Frage, was Yoga eigentlich ist und was Yoga so wertvoll für die therapeutische Arbeit macht.

Was ist eigentlich Yoga? Was ist mit Yoga-Praxis gemeint?

Yoga beginnt dort, wo die Sprache aufhört.

Yoga lernen wir nicht, in dem wir darüber lesen.

Yoga üben wir im Tun, im aktiven Nicht-Tun, im Spüren, Lauschen und Erfahren.

Zur körperlichen Praxis des Yoga gehören die Yoga-Haltungen (Asanas), die statisch, sowie dynamisch praktiziert werden können. Die Quelltexte des Yoga nennen ursprünglich nur eine Asana: die Sitzposition beim Meditieren. In der heutigen Zeit gibt es eine Menge Asanas, die sich je nach körperlicher oder mentaler Verfassung variieren lassen.

Bedeutet das nun, dass die Praxis von speziellen Körperhaltungen und Abläufen Yoga ist?

In der modernen westlichen Welt wird der Weg des Yoga hauptsächlich durch die Praxis von Asanas beschritten. Diese Yoga-Richtungen, die den Körper in die Praxis mit einbeziehen sind jüngeren Ursprungs und werden unter dem Begriff „Hatha Yoga“ zusammengefasst.

Ganz gleich welches Asana wir praktizieren, es wirkt immer auf allen Ebenen des Seins:
der körperlichen Ebene

  • der mentalen Ebene
  • der Ebene der Gefühle
  • der energetischen Ebene

Zudem birgt jedes Asana in sich die Möglichkeit, sich den Potenzialen des grenzenlosen Raumes zu öffnen und sich spirituell zu entfalten.

Achtsamkeit ist die Grundlage jeder Asana-Praxis und der Schlüssel, um die Wirkung des Yoga zu entfalten. Yoga ermöglicht uns mit Hilfe von manchmal sanften, manchmal kraftvollen Bewegungen in der Asana-Praxis den Körper (wieder) zu spüren, uns wohlzufühlen in unserem Körper, ihm seine Grenzen zu erlauben und mitunter mal Neues zu wagen.
Und das alles fernab von den uns sonst so häufig begleitenden Gedanken etwas leisten zu müssen.

Raus aus dem Schneller-Weiter-Besser-Modus, der oft unbewusst und automatisiert den Alltag taktet. Yoga ist ein Anhalten der Eile. Physisch, mental, emotional und ein Hinwenden zu sich selbst.

Neben der Asana-Praxis ist die bewusste Entspannung, Atemachtsamkeit, sowie Meditation Bestandteil einer Hatha Yoga Einheit.

Was macht Yoga so wertvoll für die therapeutische Arbeit?

In der Therapie kann durch eine sinnvoll ausgewählte Yoga-Praxis ein physisches und psychisches Gleichgewicht gefördert werden, was es den Patienten leichter macht, sich schwierigen oder schmerzhaften Themen im Therapieprozess zuzuwenden.

Das bewusste Unterbrechen des bewertenden und kommentierenden Geistes während der Yoga-Praxis übt die Konzentration und die Geduld und schafft Raum für das, was angeschaut und bearbeitet werden darf. Ein bewusst geführter Atem vermittelt eine zuverlässige Technik zur Regulierung des autonomen Nervensystems, auf die der Mensch auch in herausfordernden Situationen Zugriff hat. Dies erhöht die Selbstwirksamkeit – das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen, um Herausforderungen aus eigener Kraft bewältigen zu können. Hier kann eine gezielte Vermittlung von Techniken die Entstehung von Selbstfürsorge ermöglichen, so dass Patient:innen mit einem gut gefülltem Koffer voller Werkzeuge in den Alltag starten.

Ganzheitliche Heilung und Bewusstwerdung im Yoga geht einher mit der Art und Weise, wie der Mensch mit sich selber in Kontakt tritt. Achtsame Zuwendung, Vertrauen und Akzeptanz während des Übens ist unabdingbar. Üben ohne Druck, ohne Leistung, ohne sich selber in irgendeiner Weise zu zwingen, und vielleicht sogar ohne etwas erreichen zu wollen.

Lernen, Dinge gelassen zu betrachten, anzunehmen und so sein zulassen. Diese Qualität des „So-Sein-Lassens“ bringt ganz viel Erlaubnis mit sich, Verständnis und Mitgefühl für die Symptome, die Ausdrucksweise des Körpers und des Geistes. Die Praxis des Yoga kann helfen in eine sich selber zugewandte Grundstimmung zu finden, die wie ein Nährboden für den Heilungsprozess wirkt.

Was im Therapieprozess heilsam ist, kann für den Therapeuten auch nützlich sein

Durch einen straff getakteten Therapiealltag ist es umso wichtiger, dass Therapeut:innen gut für sich sorgen, um in ihrer eigenen Kraft zu bleiben. Dabei kann der Yoga, auf der Matte oder auf dem Stuhl geübt, helfen, um den Körper zu spüren, zu kräftigen und flexibler zu machen. Gezielte Atemtechniken schaffen Weite und Raum für einen langen und tieferen Atem, der Körper und Geist beruhigt. Regelmäßig praktizierter Yoga kann uns vor Überforderung schützen und unterstützt die Psychohygiene, um langfristig den Menschen im Heilungsprozess mental klar und aus der Weite des Herzens heraus begleiten zu können.

Kurzum

Der Yoga vermittelt uns durch seine viele Tausendjahre alte Philosophie ein kraftvolles Werkzeug mit einer Fülle an Techniken, die in der aktuellen Zeit von gleicher Relevanz sind wie früher.
Ganz gleich, ob wir in den körperlichen Asanas Yoga üben, oder im Sitzen in der Meditation, in der Betrachtung des Atems oder im Liegen in der Entspannung. Yoga wirkt immer auf allen Ebenen und folgt einer ganzheitlichen Sicht auf den Menschen, die Welt und alles darüber hinaus.

Seminar „Yoga für Therapeuten und in der Therapie“

08.06.-09.06.24 in Hamburg mit Britta Ackermann

Schenke Dir ein Wochenende Qualitätszeit. Einen Moment zum Durchatmen.

Neben ganz viel Yoga Praxis erarbeiten wir die Wirkungsweisen und die Möglichkeiten des Transfers in den privaten und beruflichen Alltag. Bewährte gesundheitswirksame Übungen und Methoden, die den Heilungsprozess fördern, werden praktisch vermittelt. Die erlernten Methoden lassen sich in den Fachbereichen Psychiatrie, Neurologie, Orthopädie und Pädiatrie integrieren, sowie in anderen Heilberufen.

Eigene Erfahrungen mit Hatha Yoga sind sinnvoll, jedoch nicht erforderlich.

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